Grundsätzlich liegt die ideale Zeit für Anstriche im Außenbereich zwischen März und Oktober. Farbhersteller geben in ihren technischen Merkblättern den Temperaturbereich für die Objektoberfläche an (also Objekttemperatur, nicht Lufttemperatur), in dem die Farbe idealerweise gestrichen werden sollte.

Fassadenfarben werden in unterschiedlichsten Arten und auf unterschiedlichen Technologien basierend angeboten: es gibt Acrylfassadenfarben, Silikonharzfassadenfarben, Silikatfassadenfarben, Fassadenfarben mit Armierungen, die Mikrorisse in der Mauer überbrücken und Fassadenfarben mit bereits eingebautem Schutz gegen Vergrünung der Fassade.

Es können zwar verschiedenste Anforderungen an Fassaden gestellt werden: Handelt es sich z.B. um eine Garage oder um ein historisches Bauwerk, das natürlich anders zu behandeln ist. Eine zentrale Anforderung ist jedoch die Wetterbeständigkeit der Fassade. Eine Fassade nimmt bei einer einstündigen Beregnung bis zu 50 Liter Wasser auf 100 m² auf, aus dem dann in weiterer Folge 60.000 Liter Wasserdampf entstehen. Ein wichtiges Gütekriterium für Fassadenfarbe liegt daher darin, wie viel Wasser in welcher Zeit wieder abgeführt bzw. abgegeben werden kann, da Wasser bei Fassaden eine häufige Ursache für Schäden und Folgeschäden darstellt.

Ein weiteres wichtiges Qualitätskriterium für Fassadenfarbe findet im sog. „Hellbezugswert“ Ausdruck: Fassadenfarben mit einem hohen Hellbezugswert reflektieren sehr viel Licht und reduzieren damit das Aufheizen der Fassadenoberfläche und des Objektes. Je näher der Hellbezugswert an die 100%-Grenze (Maximum) herankommt, umso mehr Licht wird von der Fassade reflektiert.

Eine erfolgreiche Sanierung beginnt bei der Ursachenfindung und -beseitigung, denn feuchtes Mauerwerk kann durch Einwirkungen von außen oder innen entstehen. Auftretende Salzausblühungen auf der Mauer müssen neutralisiert und abgewaschen werden. Das Mauerwerk kann nur mit einem speziellen Antischimmel-Schutzsystem aus aufeinander abgestimmten und aufeinander aufbauenden Produkten wirkungsvoll saniert werden.

Falls bei einer Sanierung herkömmlicher Sanierputz eingesetzt wird, so sind typischerweise aufwändige und teure Begleitmaßnahmen die Folge, um das Mauerwerk trocken zu legen. Vielfach führt selbst das jedoch nicht zum gewünschten Erfolg. Es gibt allerdings spezielle Feuchtmauerputze, die auch ohne aufwändige Begleitmaßnahmen und ohne Ablüften des Mauerwerks eingesetzt werden können und zum Erfolg führen.

Die sorgfältige Vorbehandlung des Untergrundes, das richtige Produkt und dessen professionelle Anwendung sind das „Um und Auf“ für eine erfolgreiche Renovierung von Holz. Im Zuge der Renovierung sollte auch überprüft werden, ob das Holz durch einen „konstruktiven Holzschutz“ geschützt wird.

Dazu zählt z.B., dass mind. 30 cm Abstand des Holzes von der Erde gegeben sein sollen, das Hirnholzstellen geschützt werden sollen, dass für einen schnellen Wasserablauf gesorgt werden muss und dass die Hinterlüftung des Holzes sichergestellt werden soll. Eine erfolgreiche Renovierung gelingt erst dann, wenn Holzqualität, Holzkonstruktion und das Anstrichsystem zusammenspielen. Erst die Berücksichtigung dieser sog. „H-K-A-Formel“ garantiert den maximalen Holzschutz.

Eine natürliche Vergrauung der Holzfassade, wie man es von Almhütten kennt, gelingt „von selbst“ erst ab einer Seehöhe von 1.800 Metern. Darunter muss man der Natur ein wenig nachhelfen, damit die Holzfassade nicht fleckig wird. Zu diesem Zweck kann eine sog. Vorvergrauungslasur eingesetzt werden. Unter einer Vorvergrauungslasur versteht man ein spezielles Holzöl, das von Anfang an die gleichmäßige Vergrauung der Holzfassade sicherstellt und diese vor der zerstörerischen Wirkung von Wasser, Luft, Licht und Mikroorganismen schützt.

Zur wirksamen Rissbeseitigung in der Mauer ist es wichtig, die Ursache bzw. die Art des Risses zu bestimmen. Handelt es sich nur um einen oberflächlichen Riss in der Putzoberfläche, oder geht der Riss durch die einzelnen Putzlagen hindurch bzw. sogar ins Mauerwerk hinein.

Abhängig von der Ursache und der Breite sowie Tiefe des Risses kann dann die richtige Maßnahme ergriffen werden. Häufig werden hier sog. Rissfüller eingesetzt, das sind Füller, die im Vergleich zur herkömmlichen Spachtelmasse positivere Dehneigenschaften besitzen („dauerelastisch“). Es kann aber auch erforderlich sein, dass bei besonders großen Rissen auch zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind (z.B. Rissband/Vlies einsetzen oder gar eine Armierung des Mauerwerks mit zusätzlichen Beschichtungsstoffen vornehmen).

Indem man nicht Holzschutz-Lasuren verwendet, sondern deckende Holzschutzfarben. Wirksamer Langzeitschutz kann allerdings nur dann gewährleistet werden, wenn eine sog. „Long Life“-Systemlösung zum Einsatz kommt. Darunter versteht man ein aufeinander abgestimmtes Anstrichsystem bestehend aus einer Long Life-Grundierung und einem Long Life-Deckanstrich. Besonders wichtig ist auch die professionelle Vorbereitung des Untergrundes auf die nachfolgenden Anstriche.

Ein wirksamer Schutz hängt von der gewählten Holzqualität, der Konstruktion der Holzterrasse und vom Anstrichsystem ab (sog. „H-K-A-Formel“ des Holzschutzes). Konstruktiver Holzschutz beginnt beim Abstand des Holzes von der Erde (mind. 30 cm) und dabei, dass man stehendes Wasser auf der Terrasse vermeiden und für einen schnellen Wasserablauf sorgen soll. In Hinblick auf das Anstrichsystem empfehlen sich Anstriche, die tief ins Holz eindringen, dessen Poren verschließen und so ein dauerhaftes Eindringen von Wasser vermeiden.

Man sollte Anstriche vermeiden, die auf dem Holz nur einen Film bilden und auf diesem nur aufliegen, jedoch nicht eindringen. Holzöle — speziell für Terrassen — sorgen dafür, dass der Anstrich tief ins Holz eindringt und es maximal schützt. Idealerweise sollte die Holzterrasse auch jährlich gereinigt werden, um Schmutz und Algenbefall zu entfernen.

Im Kampf gegen Schimmel ist es besonders wichtig, zuerst die Ursachen des Schimmels zu erkennen und zu beseitigen, weil ansonsten auch der beste Anti-Schimmel-Schutz nicht helfen kann. Handelt es sich dabei um typische Feuchtigkeit im Räumen (z.B. durch Transpirieren, Kochen, Aquarien etc.), die nicht ausreichend durch Lüften abgeführt wurde oder liegt die Ursache in einem Wassereinbruch oder vielleicht bei einer falsch angebrachten Wärmedämmung?

Schimmel ist immer ein Feuchteschaden, daher sollte zur verlässlichen Bestimmung und Messung der Feuchtigkeit der Wand ein professionelles Messgerät eingesetzt werden. Wirksamer Anti-Schimmel-Schutz setzt bei den Ursachen an, beseitigt diese und schützt durch eine Systemlösung von mehreren aufeinander abgestimmten und aufeinander aufbauenden Produkten.

Eine wirksame Vorbeugung gegen die typische Feuchtigkeit im Haus stellt richtiges Lüften dar: 5-10 Minuten komplettes Öffnen von Fenstern, auch mehrmals am Tag — kein Dauerlüften mit gekippten Fenstern!

Dazu zählen z.B. sog. „Stucco Veneziano“-Anstriche. Die extreme Strapazierfähigkeit und Unempfindlichkeit der Oberfläche resultiert daraus, dass der Anstrich aufgespachtelt wird und mit einem Schutzwachs überzogen werden kann.

Ebenfalls besonders unempfindlich sind sog. „Keramik-Farben“ bzw. Anstriche, die auf der Keramik-Technologie basieren

Voll abwaschbar sind Farben der Nassabrieb-Klasse 1 (lt. EU-Norm EN 13300).

Zur grundsätzlichen Einstufung der Qualität von Farben gibt es eine offizielle EU-Norm, die EN 13300. In dieser wird das Kontrastverhältnis (also die Deckkraft des Anstrichs) und die Nassabrieb-Beständigkeit (also die Wasch- und Scheuerbeständigkeit) geregelt.

Es gibt vier Klassen für das Kontrastverhältnis (1 = hoch bis 4 = niedrig) und fünf Klassen für die Nassabriebs-Beständigkeit (1 = hoch bis 5 = niedrig). Die höchste Qualitätsstufe wäre demnach ein Anstrich mit einer 1-1-Qualität, d.h. eine sehr hohe Deckkraft sowie eine sehr hohe Wasch- und Scheuerbeständigkeit des Anstrichs.

Typischer Einsatzbereich: stark beanspruchte, öffentliche Räume. Nicht immer jedoch ist die höchste Qualitätsstufe auch die richtige Qualitätsstufe für ein Vorhaben. So wird man z.B. in öffentlichen Räumen (Hotel, Behörde etc.) Wände sinnvollerweise mit einer 1-1-Qualität streichen (höchste Deckkraft, höchste Wasch- und Scheuerbeständigkeit), für die Decke im eigenen Schlafzimmer oder die Decke im Supermarkt ist jedoch eine hohe Waschbeständigkeit sicherlich nicht notwendig.

Nicht die teuerste Qualität muss demnach auch die richtige sein! Die richtige Qualität hängt ganz wesentlich vom Einsatzbereich der Farbe ab (z.B. Wohnraum oder Keller), von der erwarteten Beanspruchung (z.B. Kinderzimmer oder Vorzimmer) und von Ihren individuellen Anforderungen an die Farbe. Für immer mehr Menschen ist es z.B. wichtig sein, dass sie   besonders gesundheitsverträgliche, möglichst natürliche Farben verwenden, die frei von Weichmachern und Lösemitteln sind etc.

Besonders gesundheitsverträgliche Farben zeichnen sich dadurch aus, dass sie frei von Weichmachern und Lösungsmitteln sind bzw. natürliche Rohstoffe beinhalten. Typische Attribute für solche Farben sind „weichmacherfrei“, „lösungsmittelfrei“, „lösemittelfrei“, „natürliche Rohstoffe“ oder „Gesundfarbe“. Manche Erzeuger von Farben haben dafür auch eigene Abkürzungen geschaffen (z.B. „LF“ für lösemittelfrei etc.) bzw. gibt es auch diverse Kennzeichnungen/Empfehlungen von Drittinstitutionen (z.B. „Blauer Engel“ etc.).

Es gibt eine Reihe von Anstrichen, mit denen Sie besondere Effekte erzielen können. Bekannt ist z.B. „Colore Amore“ als Oberbegriff für besonders decorative Beschichtungen aus Italien, die ein mediterranes Lebensgefühl nachhause bringen. Auch „Stucco Veneziano“, wo eine spezielle Spachteltechnik zur Beschichtung von Wänden angewandt, kann diesen Effektanstrichen gezählt werden.

Natürlich vergrautes Holz wie auf einer Almhütte über 1.800 Metern Seehöhe gelingt im Tal nur mit sog. Vorvergrauungslasuren. „Special Effect“-Anstriche sorgen für besonderen Metallic-Look sogar auf Holztüren oder für Holzfassaden im metallischen Silberlook.

Es gibt viele besondere Farben mit spezifischen Eigenschaften, wie z.B.:

  • Magnetfarbe für die Wand
  • Schultafellacke, damit man mit Kreide auf den lackierten Flächen schreiben kann
  • Fliesenbeschichtungen als Alternative zu einer teuren Neuverfliesung
  • Dachbeschichtungen als Alternative zu einer teuren Neubedachung
  • Anti-Graffiti-Anstriche als Schutz gegen Graffiti
  • Gesundheitsverträgliche Farben und Gesundfarbe
  • Brandschutzanstriche für Metall und sogar für Holz
  • Voll abwaschbare Farben (Nassabrieb-Klasse 1 lt. EU-Norm EN 13300)
  • Fassadenfarben, die mit einem selbstreinigenden Clean-Effekt ausgestattet sind